Allergien bei Hund und Katze

Dr. med. vet. Sabina Büttner

Allergien

Ihr Hund kratzt sich dauernd oder hat ständig wiederkehrende Ohrenentzündungen? Ihre Katze leckt sich intensiv und hat abgebrochene Haare oder gar kahle Stellen am Körper? Eine mögliche Ursache für diese Symptome sind Allergien.

Was ist eine Allergie?

Unter einer Allergie versteht man eine Erkrankung, bei der das Immunsystem des betroffenen Tieres auf normalerweise unschädliche Substanzen in der Umgebung reagiert. Hunde und Katzen können auf fast alles allergisch reagieren. Häufige Allergieauslöser (Allergene) sind Flohspeichel, Futtermittel, Milben, Pollen, Bakterien und Schimmelpilze. Betroffene Tiere reagieren hauptsächlich mit Juckreiz und Hautveränderungen auf einen Kontakt mit dem Allergen. Auch chronische oder wiederkehrende Ohr- und Augenentzündungen oder Atembeschwerden können Zeichen einer Allergie sein. Insbesondere bei Futtermittelallergien treten zudem auch Magen-Darm-Störungen auf.

Häufige Allergien bei Hund und Katze

Drei Allergietypen kommen bei Hunden und Katze am häufigsten vor: Die Flohspeichelallergie, die Futtermittelallergie und die Atopie. Die Symptome dieser Allergieformen unterscheiden sich nicht voneinander und auch eine Reihe anderer Erkrankungen können die gleichen klinischen Beschwerden auslösen. 

Diagnose

Eine Allergiediagnose ist deshalb nicht einfach zu stellen und ein schrittweises zum Teil auch langwieriges Vorgehen ist manchmal notwendig.  

  1. Sämtliche anderen Ursachen für die Krankheitssymptome müssen ausgeschlossen werden. Dazu sind die sorgfältige Aufnahme der Krankengeschichte, eine gründliche klinische Untersuchung und oft auch weitere labordiagnostische Untersuchungen und Tests notwendig. Der Verdacht auf eine Allergie kommt oft erst auf, wenn nach einer anfänglich erfolgreichen Behandlung die Symptome kurze Zeit später wieder auftreten.
  2. Da Allergien auf Flohspeichel häufig sind, ist bei einem Tier mit chronischem Juckreiz eine Flohbehandlung und –prophylaxe immer angezeigt.  Klingen die Symptome nach dieser Behandlung ab, ist die Flohspeichel-Allergie die wahrscheinlichste Ursache.
  3. Werden keine anderen Ursachen für den Juckreiz oder die Hautveränderungen gefunden und auch die Flohbehandlung bringt nicht den gewünschten Erfolg, so fällt der Verdacht auf eine Futtermittelallergie. Eine solche lässt sich nur mit einer konsequent durchgeführten Eliminationsdiät nachweisen. Hierbei erhält das Tier während 8 – 10 Wochen ein spezielles Allergikerfutter. Wird nach dieser Zeit eine Besserung festgestellt, so kann man anschliessend mit gezielter Zufütterung einzelner Futterkomponeten herausfinden, auf welche Substanzen das Tier allergisch reagiert. Mit den heute erhältlichen Bluttests auf Futtermittelallergene ist es nicht möglich, eine Futtermittelallergie zu diagnostizieren. Sie helfen jedoch bei der Auswahl eines geeigneten Futters für die Allergiediät.
  4. Führt auch die Eliminationsdiät zu keiner wesentlichen Besserung, so ist die Ursache der Symptome eine Atopie. Dabei handelt es sich um eine Allergie gegen Umweltallergene wie Hausstaubmilben, Pilzsporen oder Pollen. Blut-Allergietests und Haut-Allergie-Tests sind erst sinnvoll, wenn die Diagnose einer Atopie bereits gestellt wurde und nun herausgefunden werden soll, gegen welche Substanzen das Tier allergisch ist.

 

Allergien sind komplexe Erkrankungen. Eine Heilung im eigentlichen Sinn ist in der Regel nicht möglich, die Beschwerden lassen sich mit den geeigneten Massnahmen jedoch in den Griff bekommen.  Hilfreich sind dabei spezielle Futtermittel für Allergiker, die keine allergieauslösenden Proteine enthalten oder die Entzündungsreaktionen in der Haut mildern und Allergieschübe eindämmen können.

In unserem Shop finden Sie Futtermittel für Allergiker verschiedener Premiumfutter-Hersteller. Zum einfachen Finden geeigneter Allergikerfutter können Sie im Filter unter Krankheit die Attribute „Futtermittelallergie“ und „Umweltallergien“ auswählen.

 



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