Demenz bei Hund und Katze

Dr. med. vet. Sabina Büttner

Demenz bei Hund und Katze

Hunde und Katzen werden immer älter! Diese erfreuliche Tatsache hat allerdings zur Folge, dass die sogenannte Altersdemenz heute auch bei Haustieren häufiger angetroffen wird. Was sind die Anzeichen und was können wir dagegen tun?

Mit zunehmendem Alter steigt auch bei Hunden und Katzen das Risiko, dass die mentalen Leistungen abnehmen. Dies wirkt sich vor allem auf das Verhalten der Tiere aus, wobei folgende Veränderungen besonders häufig im Zusammenhang mit dem Alterungsprozesses auftauchen:

  • Verwirrtheit
    Das Tier zeigt Schwierigkeiten im Alltag, beispielsweise beim Finden der Tür oder bei der Orientierung auf dem Spaziergang
     
  • Zurückgezogenheit
    Es sucht weniger oft den Kontakt zum Besitzer oder zu anderen Tieren
     
  • Änderung des Schlafverhaltens
    Die Schlafgewohnheiten ändern sich plötzlich, das Tier ist nachts häufiger wach
     
  • Unsauberkeit
    Es ist plötzlich nicht mehr stubenrein oder geht nicht mehr aufs Kistchen
     
  • Müdigkeit
    Es spielt weniger und schläft deutlich mehr

Wenn Sie bei Ihrem Tier eines dieser Anzeichen beobachtet haben, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt und lassen es gründlich untersuchen, denn es ist wichtig, dass krankhafte Ursachen für die Verhaltensänderungen ausgeschlossen werden.


Wie können wir unsere alternden Hunde und Katzen unterstützen?

Der Alterungsprozess kann auch bei unseren Haustieren nicht aufgehalten werden. Dennoch können wir als Tierbesitzer einiges dafür tun, dass unsere Schützlinge auch im hohen Alter körperlich und geistig noch möglichst fit und rege sind.

Zur Erhaltung der geistigen Fähigkeiten ist es wichtig, ihr alterndes Tier weiterhin regelmässig durch Spaziergänge und Spielstunden zur Bewegung zu animieren. Bieten Sie ihm weiterhin abwechslungsreiches Spielzeug an und trainieren sie bekannte aber auch neue Kommandos und Tricks.

Füttern Sie ein ausgewogenes Futter, welches viele natürliche Antioxidantien enthält und ein dem Alter entsprechendes Nährstoffprofil aufweist.

Zeigt Ihr Tier bereits deutliche Altersanzeichen sollten Sie dafür sorgen, dass die tägliche Routine möglichst eingehalten und die Umgebung konstant und sicher gestaltet wird. Medikamente vom Tierarzt können zusätzlich dafür sorgen, dass die Hirnleistung nicht weiter abnimmt.

Geniessen Sie vor allem die Zeit mit Ihrem Senior, verwöhnen Sie ihn ein wenig und planen Sie möglichst viele gemeinsame Aktivitäten, die beiden viel Freude bereiten!

 

Futter für ältere Katzen

Futter für ältere Hunde



Tags: